Deserteur*innen und Kriegsdienstverweiger*innen
aus Russland, Belarus
und der Ukraine
brauchen unsere Unterstützung!

Wir sind ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen. Gemeinsam verurteilen wir den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der bereits zu hunderttausenden Toten und Verletzten sowie Millionen Geflüchteten geführt hat.

Wir sind solidarisch mit allen Menschen, die sich gegen Krieg einsetzen. Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Viele Menschen aus Russland und Belarus, aber auch der Ukraine, denen der Kriegsdienst droht, versuchen sich diesem zu entziehen: Sie wollen keine anderen Menschen töten und auch nicht in diesem Krieg sterben. Soldat*innen an der Front wollen angesichts des Grauens ihre Waffen niederlegen. Ihnen allen drohen dafür Repression und Gefängnisstrafen, in Belarus bis hin zur Todesstrafe. Aber:

Kriegsdienstverweigerung ist
ein international anerkanntes
Menschenrecht!

Weitere Informationen . . .

Zwei weitere Kriegsdienstverweigerer aus Russland haben mit unserer Unterstützung in Frankreich Schutz erhalten

1. Juli 2026

»Connection e.V.« freut sich über zwei aktuelle positive Asylentscheidungen der französischen Behörden zugunsten russischer Kriegsdienstverweigerer. Die Fälle zeigen, dass Menschen, die in Russland wegen ihrer militärischen Verpflichtungen verfolgt werden, Anspruch auf internationalen Schutz haben können.

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Internationaler Schutz: UN-Hochkommissar bedauert neue EU-Rückführungsrichtlinie zutiefst

22. Juni 2026

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, äußerte sein tiefes Bedauern über die Verabschiedung einer neuen Rückführungsrichtlinie der Europäischen Union, die beschleunigte Abschiebungen von Migranten und Asylsuchenden aus dem 27-Mitgliedstaaten-Block ermöglicht.

Der UN-Hochkommissar appellierte an die EU und ihre Mitgliedstaaten, die gebotene Sorgfalt walten zu lassen und sicherzustellen, dass die Umsetzung dieser Richtlinie in vollem Einklang mit dem internationalen Menschenrechts- und Flüchtlingsrecht steht.

Die EU-Rückführungsverordnung, über die das Europäische Parlament am 17. Juni abgestimmt hat, weitet die Nutzung von Abschiebungshaft aus und ermöglicht es den EU-Mitgliedstaaten, sogenannte »Rückkehrzentren« in Drittstaaten einzurichten.

»Das internationale Menschenrechts- und Flüchtlingsrecht ist sehr eindeutig: Niemand sollte in ein Gebiet zurückgeschickt werden, in dem ihm das Risiko schwerer Menschenrechtsverletzungen oder anderer irreparabler Schäden droht. Dies ist der grundlegende Grundsatz des Non-Refoulement. Er muss von allen Ländern und Gebieten unter allen Umständen uneingeschränkt respektiert werden.«

»Abschiebungsentscheidungen müssen stets auf individuellen Bewertungen beruhen und dürfen nicht vor Abschluss von Berufungsverfahren vollzogen werden«, so Türk.

»Connection e.V.« bekräftigt die lebenswichtige Notwendigkeit, denjenigen Schutz zu gewähren, die den Krieg ablehnen und gezwungen sind, ihr eigenes Land zu verlassen und im Ausland Asyl zu suchen, weil ihr Leben in ihrem Heimatland gefährdet ist.

»Wir fordern die Mitgliedstaaten dazu auf, Kriegsdienstverweiger*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen, die im Ausland Schutz suchen, Asyl zu gewähren, im Einklang mit den UNHCR-Richtlinien zum internationalen Schutz Nr. 10.«

Die 2022 gestartete #ObjectWarCampaign fordert unter anderem die Mitgliedstaaten und EU-Institutionen auf, Kriegsdienstverweiger*innen und Deserteur*innen aus Russland, Belarus und der Ukraine zu schützen.

Mit tiefer Bestürzung berichten wir von den Nachrichten über neue Abschiebungen von Personen, die den Krieg ablehnen. Am 16. Juni wurden wir darüber informiert, dass Litauen einen Deserteur und Kriegsdienstverweigerer, der in Litauen gelebt und sich aktiv in der lokalen Gemeinschaft engagiert hatte, nach Russland abgeschoben hat. Zum Thema: »Litauen schob russischen Deserteur nach sechs Monaten ununterbrochener Haft ab«

Weitere Informationen zum EU-Abkommen: »Die Kommission begrüßt die politische Einigung zur Rückführungsverordnung«

Weitere Informationen zur neuen EU-Verordnung: »EU-Parlament verabschiedet “trengstes Migrationsgesetz aller Zeiten”« und »EU-Abgeordnete unterstützen strengere Abschieberegeln im Rahmen der Migrationsreform«

Die vollständige Erklärung des Hohen Kommissars: »UN-Menschenrechtschef besorgt über neues EU-Rückführungsgesetz, mahnt Einhaltung von Menschenrechts- und Flüchtlingsrecht an«

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KIRCHENASYL GEFUNDEN • Vielen Dank für Eure Unterstützung!

8. Juni 2026

In der vergangenen Woche haben wir unser Netzwerk um Unterstützung bei der Organisation eines Kirchenasyls gebeten. Die Resonanz auf diesen Aufruf war überwältigend: Zahlreiche Menschen haben sich mit Anrufen, E-Mails, Kontakten und konkreten Hilfsangeboten bei uns gemeldet.

Dank dieses großen Engagements konnte innerhalb kurzer Zeit ein Kirchenasyl organisiert werden. Dass so viele Menschen bereit waren, Verantwortung zu übernehmen und solidarisch zu handeln, hat uns sehr beeindruckt.

Die vergangenen Tage waren für uns von intensiver Koordination und vielen notwendigen Abstimmungen geprägt. Deshalb konnten wir leider nicht auf alle Nachrichten persönlich antworten. Wir möchten jedoch ausdrücklich betonen, wie sehr wir jede einzelne Rückmeldung und jedes Unterstützungsangebot schätzen.

Unser herzlicher Dank gilt allen, die sich eingebracht, Kontakte vermittelt oder ihre Unterstützung angeboten haben. Dieses starke Zeichen der Solidarität macht Mut und zeigt, wie viel gemeinsam möglich ist.

Vielen Dank für eure Unterstützung!
Euer Team von »Connection e.V.«