Deserteur*innen und Kriegsdienstverweiger*innen
aus Russland, Belarus
und der Ukraine
brauchen unsere Unterstützung!

Wir sind ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen. Gemeinsam verurteilen wir den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der bereits zu hunderttausenden Toten und Verletzten sowie Millionen Geflüchteten geführt hat.

Wir sind solidarisch mit allen Menschen, die sich gegen Krieg einsetzen. Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Viele Menschen aus Russland und Belarus, aber auch der Ukraine, denen der Kriegsdienst droht, versuchen sich diesem zu entziehen: Sie wollen keine anderen Menschen töten und auch nicht in diesem Krieg sterben. Soldat*innen an der Front wollen angesichts des Grauens ihre Waffen niederlegen. Ihnen allen drohen dafür Repression und Gefängnisstrafen, in Belarus bis hin zur Todesstrafe. Aber:

Kriegsdienstverweigerung ist
ein international anerkanntes
Menschenrecht!

Weitere Informationen . . .

Connection e.V. setzt sich bei der OSZE in Warschau für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung ein

Zwischen dem 7. und 16. Oktober 2025 organisierte das »Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte« der »Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa« in Warschau die »Konferenz zur menschlichen Dimension«. Es handelte sich um eine zehntägige Konferenz mit Plenarsitzungen und Nebenveranstaltungen zu Themen aus dem gesamten OSZE—Raum. »Connection e.V.« nahm an der Konferenz teil und setzte sich dort für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen ein.

Am 16. Oktober organisierte »Connection e.V.« eine Nebenveranstaltung zum Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der russischen »Bewegung der Kriegsdienstverweiger*innen« sowie mit »Kriegsdienstverweigerungswacht« aus der Türkei durchgeführt.

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UKRAINE:ㅤAusreise junger Männer

8. Dezember 2025

Zuerst zur Lage in der Ukraine:

Das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen ist dort in der Verfassung verankert. Aber in den Ausführungsbestimmungen steht, dass es nur Angehörige von 10 Sekten in Anspruch nehmen können. Für die breite Mehrheit und auch für Soldat*innen. Derzeit gibt es bislang an die 500 Kriegsdienstverweiger*innen, die versuchen zu ihrem Recht zu kommen. Sie sind bislang damit alle gescheitert. Selbst wenn ihnen mal ein Gericht Recht gibt, was auch vorkommt, wird von der Staatsanwaltschaft auf Druck des Militärs Widerspruch eingelegt. Während zu Beginn des Krieges die Urteile gegen sie noch auf 3 bis 4 Jahre Gefängnis lauteten, sind jetzt 5 Jahre die Regel. Es gibt Berichte, dass zwangsrekrutierte Kriegsdienstverweiger*innen in den Rekrutierungszentren geschlagen werden, dass sie dort an Betten gefesselt werden, dass sie kein Essen bekommen und dann zum Dienst in der Armee gezwungen werden. Es sind nicht gerade wenige Fälle, die uns bekannt sind.

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