Menschenrechtsorganisationen äußern tiefe Besorgnis über drohende Abschiebung des russischen Kriegsdienstverweigerers Maksim Kusmin in die Russische Föderation

30. März 2026

Die unterzeichnenden Organisationen bringen ihre ernsthafte Besorgnis über die unmittelbare Gefahr einer Abschiebung von Maksim Kusmin nach Russland zum Ausdruck. Ihm steht am 2. April 2026 eine weitere — und voraussichtlich entscheidende — Anhörung vor dem Regionalen Verwaltungsgericht in Kaunas, Litauen, bevor.

Maksim Kusmin ist ein russischer Staatsbürger aus Kaliningrad und Reserveoffizier, der sich weigerte, den illegalen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu unterstützen. Aufgrund seiner Antikriegsaktivitäten war er gezwungen, sein Land zu verlassen und im Ausland Schutz zu suchen. Er stellte einen Asylantrag in Litauen, wo er jedoch als Bedrohung für die nationale Sicherheit eingestuft wurde, was ihn in die unmittelbare Gefahr einer Abschiebung bringt.

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Yurii Sheliazhenko — willkürlich inhaftiert zur Zwangseinziehung — ein Opfer grausamer und erniedrigender Behandlung

24. März 2026

Die unterzeichnenden Organisationen bringen ihre tiefe Bestürzung über die Geschehnisse um Herrn Yurii Sheliazhenko zum Ausdruck und verurteilen aufs Schärfste die schweren Menschenrechtsverletzungen, die von den ukrainischen Behörden gegen ihn begangen wurden.

Yurii Sheliazhenko wurde am Abend des 19. März in Kiew gewaltsam von der ukrainischen Polizei festgenommen und über 44 Stunden lang willkürlich seiner Freiheit beraubt, ohne dass seine Familie oder sein Anwalt seinen Aufenthaltsort oder seinen Zustand in Erfahrung bringen konnten. Er wurde zunächst zur Polizeistation des Bezirks Pechersk und später zum Militärrekrutierungsbüro von Svyatoshyn gebracht.

Sein Telefon wurde beschlagnahmt, sodass er weder kommunizieren noch rechtlichen Beistand gegen den rechtswidrigen Freiheitsentzug in Anspruch nehmen konnte — ein eklatanter Verstoß gegen ukrainisches Recht und internationale Menschenrechtsstandards.

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PRESSEMITTEILUNG • IDK fordert sofortige Freilassung des ukrainischen Kriegsdienstverweigerers Yurii Sheliazhenko

20. März 2026

Wir appellieren erneut an die internationale Gemeinschaft, alle geeigneten Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass Menschenrechtsverteidiger und Friedensaktivisten nicht wegen ihres Engagements für Frieden und Gewaltfreiheit kriminalisiert werden. Zudem fordern wir, dass das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen im Einklang mit internationalen Standards von allen Staaten uneingeschränkt respektiert wird und dass Kriegsdienstverweigerern der notwendige Schutz vor Verfolgung in ihrem Herkunftsland gewährt wird, einschließlich der Gewährung von Asyl.

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