NEU IM YOUTUBE-KANAL @RefusetoKill: VIDEO-GESPRÄCH MIT DEN RUSSISCHEN KRIEGSDIENSTVERWEIGERERN DANIL UND VLADIMIR

Connection e.V. — am 23. Januar 2024

DIEJENIGEN, DIE GEGEN DEN KRIEG VON PUTINS REGIME SIND, SOLLTEN GEMEINSAM AN DIE ÖFFENTLICHKEIT GEHEN

Wir interviewten im Oktober 2023 die beiden Kriegsdienstverweigerer Danil und Vladimir aus Russland. Die Interviews wurden auf Russisch geführt In voller Länge sind sie zu sehen auf dem YouTube-Kanal @RefusetoKill. Sowohl deutsche als auch englische Untertitel können aktiviert werden.

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DIESE MÄNNER ZITTERN AM GANZEN KÖRPER, KÖNNEN ÜBERHAUPT NICHT MEHR SCHIEẞEN

INTERVIEW mit Rudi Friedrich
Jan Alexander Casper (WELT) — am 5. Januar 2024

Die Ukraine will Hunderttausende geflüchtete Männer in den Krieg gegen Russland schicken. Rudi Friedrich setzt sich für Kriegsdienstverweigerer ein und berichtet von einem stark steigenden Druck auf diese Gruppe. Zunehmend flüchteten auch Soldaten, die vom Einsatz schwer traumatisiert seien. Mehr

Komplettes Interview auf Website von WELT

Foto: SOPA Images/LightRocket via Getty Images

UKRAINE-KRIEG: EIN LUNGENFLÜGEL REICHT ZUM KÄMPFEN

Bernhard Clasen (Neues Deutschland) — am 4. Januar 2024

DIE UKRAINE PLANT EINE DEUTLICHE VERSCHÄRFUNG DER MOBILISIERUNGSVORSCHRIFTEN

Zielbewusst geht ein junger Mann, bärtig, schwarze Haare, etwa 30 Jahre alt, auf den U-Bahn-Eingang zu. Plötzlich stockt er, wendet blitzschnell nach rechts und ist wenige Sekunden später in einem Computergeschäft verschwunden. Der Grund dieses plötzlichen Interesses für PC-Hardware ist für den Beobachter wenige Sekunden später erkennbar. Aus der zur U-Bahn führenden Unterführung waren zwei Männer der Wehrbehörde die Treppen nach oben gestiegen. Der junge Mann wäre ihnen direkt in die Hände gelaufen.

Der Vorfall hatte sich vor zwei Monaten in Charkiw ereignet. Der Mann war schließlich eine Stunde später unbehelligt in seiner Wohnung angekommen. Doch nun wird es für Männer ab 25 Jahren zunehmend schwerer, sich in ukrainischen Städten zu bewegen, ohne nicht von den meist schwarz gekleideten Vertretern der Wehrbehörde angesprochen zu werden. Immer dichter wird deren Netz von Checkpoints. Und nicht selten enden die Kontrollen mit einer Unterschrift unter eine »Powistka«. Diese Vorladung verpflichtet die betreffende Person, zeitnah bei der Wehrbehörde zu erscheinen. Und dort warten auf ihn entweder ein Abgleichen der persönlichen Daten, eine Musterung oder eine Mobilisierung zur Armee. 

ARMEE BRAUCHT 500 000 ZUSÄTZLICHE SOLDATEN

Vorausgegangen war der verschärften Jagd auf wehrfähige Männer die Pressekonferenz von Präsident Wolodymyr Selenskyj, der am 19. Dezember 2023 erklärt hatte, dass das Militär weitere 450 000 bis 500 000 Soldaten brauche. Wenige Tage danach brachte die ukrainische Regierung einen Gesetzentwurf ein, der die Vorschriften für Mobilisierung, militärische Erfassung und Kriegsdienst verschärft. Tritt dieser Gesetzentwurf in Kraft, sollen auch Personen mit einer Behinderung dritter Klasse eingezogen werden dürfen. Dann dürfen also auch Menschen mit nur einer Niere, einenem Lungenflügel, einer gelähmten Hand, einem Auge oder auch einem Herzschrittmacher eingezogen werden.

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