Deserteur*innen und Kriegsdienstverweiger*innen
aus Russland, Belarus
und der Ukraine
brauchen unsere Unterstützung!

Wir sind ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen. Gemeinsam verurteilen wir den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der bereits zu hunderttausenden Toten und Verletzten sowie Millionen Geflüchteten geführt hat.

Wir sind solidarisch mit allen Menschen, die sich gegen Krieg einsetzen. Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Viele Menschen aus Russland und Belarus, aber auch der Ukraine, denen der Kriegsdienst droht, versuchen sich diesem zu entziehen: Sie wollen keine anderen Menschen töten und auch nicht in diesem Krieg sterben. Soldat*innen an der Front wollen angesichts des Grauens ihre Waffen niederlegen. Ihnen allen drohen dafür Repression und Gefängnisstrafen, in Belarus bis hin zur Todesstrafe. Aber:

Kriegsdienstverweigerung ist
ein international anerkanntes
Menschenrecht!

Weitere Informationen . . .

Zeugen Jehovahs: UKRAINE — Kriegsdienstverweigerung aus religiösen Gründen

22. April 2026

Die »Zeugen Jehovahs« (ZJ) sind eine in der UKR anerkannte religiöse Organisation. Seit 2025 werden ihre Mitglieder wegen Kriegsdienstverweigerung inhaftiert. Gegenwärtig befinden sich 17 in Gefängnissen.

Das stellt eine Verletzung von Art. 35 der Ukrainischen Verfassung, Art. 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention und Art. 18 des Internationalen Paktes über zivile und politische Rechte (International Covenant on Civil and Political Rights, ICCPR) dar, sowie das von der Ukraine am 14. Mai 2025 beschlossene EU-Beitrittsvorhaben, welches das Recht auf Kriegsdienstverweigerung beinhaltet. Zudem steht es in Widerspruch zur Amicus Curiae-Entscheidung der Venedig-Kommission: »Der Staat darf die Notwendigkeit, die nationale Sicherheit zu gewährleisten, nicht als ausschließliche Grundla22 апреля 2026ge benutzen für die Einschränkung der Ausübung des Rechts einer Person oder einer Gruppe zur Ausübung ihrer Religion.«

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Menschenrechtsorganisationen äußern tiefe Besorgnis über drohende Abschiebung des russischen Kriegsdienstverweigerers Maksim Kusmin in die Russische Föderation

30. März 2026

Die unterzeichnenden Organisationen bringen ihre ernsthafte Besorgnis über die unmittelbare Gefahr einer Abschiebung von Maksim Kusmin nach Russland zum Ausdruck. Ihm steht am 2. April 2026 eine weitere — und voraussichtlich entscheidende — Anhörung vor dem Regionalen Verwaltungsgericht in Kaunas, Litauen, bevor.

Maksim Kusmin ist ein russischer Staatsbürger aus Kaliningrad und Reserveoffizier, der sich weigerte, den illegalen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu unterstützen. Aufgrund seiner Antikriegsaktivitäten war er gezwungen, sein Land zu verlassen und im Ausland Schutz zu suchen. Er stellte einen Asylantrag in Litauen, wo er jedoch als Bedrohung für die nationale Sicherheit eingestuft wurde, was ihn in die unmittelbare Gefahr einer Abschiebung bringt.

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Yurii Sheliazhenko — willkürlich inhaftiert zur Zwangseinziehung — ein Opfer grausamer und erniedrigender Behandlung

24. März 2026

Die unterzeichnenden Organisationen bringen ihre tiefe Bestürzung über die Geschehnisse um Herrn Yurii Sheliazhenko zum Ausdruck und verurteilen aufs Schärfste die schweren Menschenrechtsverletzungen, die von den ukrainischen Behörden gegen ihn begangen wurden.

Yurii Sheliazhenko wurde am Abend des 19. März in Kiew gewaltsam von der ukrainischen Polizei festgenommen und über 44 Stunden lang willkürlich seiner Freiheit beraubt, ohne dass seine Familie oder sein Anwalt seinen Aufenthaltsort oder seinen Zustand in Erfahrung bringen konnten. Er wurde zunächst zur Polizeistation des Bezirks Pechersk und später zum Militärrekrutierungsbüro von Svyatoshyn gebracht.

Sein Telefon wurde beschlagnahmt, sodass er weder kommunizieren noch rechtlichen Beistand gegen den rechtswidrigen Freiheitsentzug in Anspruch nehmen konnte — ein eklatanter Verstoß gegen ukrainisches Recht und internationale Menschenrechtsstandards.

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